"Das Lied von Eis und Feuer"-Fotoshooting mit Sandra

Das TFP-Shooting hatten wir ganz spontan abgehalten, da das Wetter in den letzten Wochen und Monaten ziemlich launenhaft war. Wir hatten wirklich Glück an diesem Tag, dass vereinzelter Sonnenschein zu sehen war und wir dieses wundervolle Shooting durchführen konnten. Ich habe alle meine Accessoires und Requisiten in eine Tasche gepackt und gehofft, das Wetter würde halten. Geshootet haben wir zu Dritt. Angelina hat mir an diesem Tag assistiert und stand auf meinen Wunsch hin auch mal wieder selbst vor der Kamera.

Die Location war übrigens genauso spontan, wie das eigentliche Shooting und die daraus resultierende Bildidee. Normalerweise habe ich nur ein vages Bild von dem, was ich fotografieren will, im Kopf. Somit entstehen keine 0815 Bilder und nichts sieht abgeguckt aus. Natürlich ist es nicht verboten, sich von Ideen anderer Fotografen anregen zu lassen. Aber genau dabei möchte ich es belassen, denn ich möchte meinen Kunden individuelle und auf sie abgestimmte Fotos bieten. Falls ein Kunde schon konkrete Vorstellungen hat, setzen wir diese selbstverständlich um. Dabei ist jedoch immer eine Portion Individualität und ganz viel Liebe mit drin!

Das Wetter und die Tageszeit spielen eine übergeordnete Rolle bei dem, was man fotografieren will. Da man besonders mit Available Light die Momente ganz gut inszenieren kann. Will man zum Beispiel ein etwas romantischeres und märchenhaftes Shooting mit schönen Lensflares und der Sonne über dem Horizont, so empfiehlt es sich in leichter Abenddämmerung zu fotografieren. Aber auch die Personen, die man fotografiert, spielen eine Rolle bei dem bevorstehenden Shooting. Wie sie sich bewegen, wie sie sich fühlen, ob sie einem blind vertrauen oder eher schüchtern sind – das sind alles Faktoren, die man erst berücksichtigen kann, wenn es losgeht. Wenn man das Model schon mal fotografiert hat und kennt, dann fällt dieser Faktor natürlich weg.

Je spontaner ich bin, desto uneingeschränkter bin ich in meiner Umsetzung. Meistens schaue ich mir vorher einige Beispielbilder aus meinem Bildideen-Reportoire an, um ein gewisses Gefühl und gedankliches Bild zu bekommen. Dennoch entstehen die meisten meiner Bilder eher spontan und aus dem Moment heraus. Denn genau das ist es, was die Fotografie eigentlich ausmacht. Man lichtet einen Moment ab. Erzählt eine Geschichte. Es kann aber auch sein, dass die Geschichte schon passiert ist, die man fotografieren möchte. Ich erfinde diese Geschichten meistens erst in diesem Moment. Den Models ist es oft nicht bewusst, dass sie etwas mit dem Bild erzählen. Sie versuchen den Fotografen zufriedenzustellen, gut auszusehen, eine ästhetische Pose hinzubekommen und erwarten, dass sie technisch einwandfrei abgelichtet werden und ein perfektes Bild entsteht.

Bei der Selektierung und Nachbearbeitung merkt man natürlich schnell, dass nicht jedes Bild gut geworden ist. Während der Bearbeitung kann man aber noch einiges herausholen. Voraussgesetzt, man fotografiert in RAW. Das habe ich mir vor einiger Zeit angewöhnt und ich bin erstaunt darüber, wie viel man aus den Fotos mit ein paar Klicks gewinnen kann. Kein Bild ist zu hell oder zu dunkel, alles lässt sich mit ein bisschen Fingerspitzengefühl mühelos anpassen. Die Bearbeitung der Bilder trägt natürlich auch noch mal ein ganzes Stück zu dem Ergebnis bei. Man kann mit Farben und Texturen spielen, dem Ganzes etwas Melancholisches oder Verträumtes einhauchen. Ich liebe die Bildbearbeitung einfach! :) Man kann sich austoben und lernt immer ein bisschen dazu.

Das waren jetzt einfach mal ein paar Gedanken allgemein zu meinen Shootings. Natürlich kann man das nicht immer alles pauschalisieren, denn jedes Shooting ist individuell gestaltbar. Die Ergebnisse von Sandra findet ihr hier, die von Angelina folgen in Kürze! Wenn ihr mir bereits auf Facebook folgt, werdet ihr dort auf dem Laufenden gehalten. Danke für’s Lesen :)

 

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